Sanfte Hügel, brausende Wellen, die gegen schroffe Felsen schlagen und ein Wetter das an Abwechslungsreichtum kaum zu überbieten ist.

Drei Wochen wanderten wir durch Wales, 17 Biberinnen und Biber an der Zahl, aufgeteilt in drei Gruppen.

Alle zusammen tuckerten wir mit dem Fernbus nach Liverpool und dann weiter mit dem Zug nach Bangor.

Für zwei Gruppen ging es später weiter zu Fuß auf die Insel Anglesey an der Nordküste von Wales. Die verbliebene Gruppe wanderte zum Snowdonia Nationalpark, getreu der Textzeile eines Pfadfinder*innenlieds: „Und so geht es immer munter, Hügel rauf und wieder runter…“.

Auch die beiden Anglesey-Gruppen trennten sich. Gruppe eins wanderte von Osten um die Insel herum, Gruppe zwei von Westen. Wer eine abwechslungsreiche Wandertour sucht, der ist dort auf der Insel wunderbar aufgehoben. Der Anglesey Coastal Path führte uns, wie der Name schon vermuten lässt, die meiste Zeit direkt an der steil abfallenden Küste entlang. Rechts das Meer, links sattes grünes Gras. Von Zeit zu Zeit machte der Wanderweg auch mal einen Schlenker und es ging auf schmalen Pfaden durch den Wald, der zeitweise so dicht war, dass man sich gut vorstellen konnte, gleich einen Kobold hinter dem nächsten Baum hervorgucken zu sehen. Er führte vorbei an rauschenden Quellen, von deren Wasser man problemlos trinken konnte, an malerischen kleinen Ortschaften, großen Felsen und an einem Atomkraftwerk. Hüllen wir besser den Mantel des Schweigens über die letztgenannte „Sehenswürdigkeit“, denn sie verdarb uns die Aussicht in einer Weise, dass wir uns noch mehrere Abende darüber aufregten, wer in dieser Idylle denn ein neu gebautes Atomkraftwerk errichtet.

Nach zwei Wochen trafen sich unsere Gruppen schließlich in der einzigen großen Stadt auf Anglesey, Holyhead. Von Holyhead wanderten wir alle zusammen zu einem wunderschönen Waldgebiet, das direkt am Strand gelegen war, um gemeinsam noch die letzten zwei Tage zu verbringen. Eigentlich ist wild campen in Wales nicht erlaubt. Das wurde uns dort auch von zwei Rangern, die für die Ordnung im Wald verantwortlich sind, gesagt. Freundlicherweise wurden wir aber nur ermahnt und dann einfach nicht mehr beachtet. Sehr pfadfinder*innenfreundlich!

Nach unserem Abschlusslager ging es dann Schritt für Schritt, Zug für Zug und Bus für Bus wieder zurück nach Bad Vilbel.

Bericht von Cara

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